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Making Mysticism

Mystische Bücher in der Bibliothek der Kartause Erfurt

Finanziert durch: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Kooperation zwischen:

  • Dr. Antje Kellersohn, Leitende Bibliotheksdirektorin, Universitätsbibliothek Freiburg, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Dr. Balázs J. Nemes, Akademischer Rat, Deutsches Seminar – Germanistische Mediävistik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Weitere Informationen finden Sie auch hier: making-mysticism.org

Projektbeschreibung

Das Mittelalter kennt noch keine Verwendung des Begriffs ‚Mystik‘ als historiographische Kategorie. Eine Geschichte der Mystik steht daher vor der Frage, wie die Anfänge einer solchen Kategorienbildung aussehen.

Ein herausragendes Paradigma für eine solche Untersuchung stellt die Bibliothek der Erfurter Kartause dar. Der Erfurter Bibliothekskatalog besitzt zwei Signaturengruppen mit den Buchstaben D und J, die nach modernem Sprachgebrauch ‚mystische Literatur‘ umfassen.

Allerdings ist in der diskursiven Ordnung der Bibliothek, für die der nur in Auszügen publizierte Katalog ein wichtiges Dokument abgibt, nicht von ‚Mystik‘ die Rede. Doch die Signaturengruppe D versammelt explizit Texte zur theologia mystica, während J revelationes umfasst. D und J stellen gemeinsam mit den Signaturengruppen DF, E und F, die mit D die Signaturenklasse DEF bilden, die Basis für das vorliegende Projekt dar, das anhand historisch bezeugter Bibliotheksbestände und der sie bestimmenden diskursiven Ordnungen der Frage nachgeht, wie sich die historiographische Ordnungs- und Beschreibungskategorie ‚Mystik‘ historisieren lässt.

Ziele des Projekts sind:

  • die virtuelle Rekonstruktion,
  • die digitale genetische Edition und
  • eine umfassende philologische Erforschung der Signaturengruppen D und J, in die auch die Signaturenklasse DEF einbezogen wird,

um die Konstruktion einer Sammlung ‚mystischer Bücher‘ in der Kartause Erfurt nachvollziehen und das Profil dieser Sammlung literatur-, bibliotheks-, philosophie- und theologiegeschichtlich sowie wissenschaftshistorisch konturieren zu können.

Zur Umsetzung dieses Programms sind in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Freiburg folgende Arbeitsschritte geplant:

Genetische Rekonstruktion und Dokumentation der Signaturengruppen D, DF, E, F (= DEF) und J des Bibliothekskatalogs der Erfurter Kartause

Digitale Präsentation des Kodex Hs. Hist. 6 & digitale genetische Edition (D, DF, E, F , J) & virtuelle Rekonstruktion (D, J) auf dem „Making Mysticism Portal"

Historisierung und ideengeschichtliche Verortung des Mystikbegriffs & Beschreibung des ‚Making mysticism‘ mithilfe der digitalen genetischen Edition

Abschließend ist eine Tagung geplant, die aufgrund des im Projekt erarbeiteten und digital verfügbar gemachten Materials das Profil der Erfurter Kartäuserbibliothek, ihres Katalogs und ihrer Wissensordnungen im Kontext der (europäischen) kartäusischen Klosterkultur des Spätmittelalters insgesamt zum Thema macht und darüber hinaus den Arbeitsbereich ‚Historische Sammlungen und Digital Humanities‘ bedient.

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